Im Dezember 2024 hatte ich, Tim Lohender, dank des GenoKollegs die Gelegenheit, eine einwöchige Hospitation
bei der DZ BANK in Frankfurt am Main zu absolvieren. Diese Erfahrung ermöglichte mir wertvolle
Einblicke in die Arbeitsweisen und die verschiedenen Abteilungen der 2. größten Bank
Deutschlands.

Tag 1: Operations / Repo und Wertpapierleihe (Abteilung OS)
Am ersten Tag wurde ich in der Abteilung Operations (OS) willkommen geheißen, die sich auf
Repo-Geschäfte und Wertpapierleihe spezialisiert. Insbesondere wurde mir verdeutlicht, wie
wichtig eine reibungslose Abwicklung von Transaktionen für den Erfolg und die Stabilität der Bank
ist. Die Mitarbeiter haben mir anschaulich erklärt, wie sie täglich mit komplexen Transaktionen
umgehen und diese mithilfe moderner Technologien abwickeln.

Tag 2: Transaction Management (Abteilung TM)Am zweiten Tag durfte ich in die Abteilung Transaction Management (TM) wechseln, die sich auf
den Zahlungsverkehr konzentriert. In dieser Abteilung wird ein breites Spektrum an Aufgaben
abgedeckt. TM entwickelt stetig neue Zahlungsverkehrslösungen und testet diese, bis das
Ergebnis am Ende an die Banken herausgegeben wird. Die Mischung aus technologischem
Know-how und der Verantwortung für effiziente Zahlungsflüsse hat mich besonders beeindruckt.
Die Mitarbeiter gaben mir wertvolle Einblicke in innovative Projekte und die Herausforderungen,
die mit der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs verbunden sind.

Tag 3: Compliance
Am dritten Tag war ich im Bereich Compliance unterwegs. Ich hatte zunächst keine genaue
Vorstellung davon, wie umfangreich und komplex dieser Bereich sein könnte. Die Abteilung
Compliance spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass alle Geschäftstätigkeiten
der Bank den gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben entsprechen. Die Mitarbeiter erklärten
mir die verschiedenen Aufgaben, die von der Überwachung von Geschäften bis hin zur
Vermeidung von Geldwäsche reichen. Dieser Einblick hat mir die Vielseitigkeit und die große
Verantwortung dieses Bereichs verdeutlicht.

Tag 4: Privatkunden Kapitalmarkt (PK)
Am vierten Tag war ich in der Abteilung Privatkunden Kapitalmarkt (PK).
Besonders spannend fand ich den Trading Floor und die Abteilung Zertifikate. Dieser Bereich war
für mich der interessanteste, da ich einen tiefen Einblick in die Produktentwicklung und den
Handel gewinnen konnte. PK hat mir wiedereinmal gezeigt, wie dynamisch und innovativ die
Finanzbranche ist.

Tag 5: Structured Finance / Leverage Finance
Am letzten Tag meiner Hospitation war ich im Bereich Structured Finance / Leverage Finance.
Dieser Bereich ist Teil des bekannten Investment Bankings. In Gesprächen mit den Mitarbeitern
konnte ich viel über die Prozesse und Abläufe erfahren. Besonders beeindruckend war der
fachliche Austausch, der mir die Komplexität und die Bedeutung dieser Abteilungen innerhalb der
Bank und in der Wirtschaft verdeutlicht hat. In den Gesprächen konnte ich einiges über
spannende Projektfinanzierungen und den Aufbau komplexer Finanzierungen erfahren.

Fazit
Die Hospitation bei der DZ Bank war eine sehr spannende Erfahrung, die mir nicht nur einen guten
Überblick über die verschiedenen Abteilungen ermöglicht hat, sondern auch mein Verständnis für
die Bedeutung von Banken im modernen Finanzsystem erweitert hat. Besonders beeindruckt hat
mich der Einsatz moderner Technologien und die Professionalität der Mitarbeiter in den jeweiligen
Abteilungen. In dieser Woche habe ich viele spannende Eindrücke gesammelt und zahlreiche
nette Kollegen in der genossenschaftlichen Bankenwelt kennengelernt. Mein Dank gilt allen
Beteiligten des GenoKollegs und der DZ Bank, die mir diese wertvolle Erfahrung ermöglicht haben.

Foto: Laura Keller (DZ BANK) und Tim Loheider